2. Mai 18 Foto Regina Sablotny IHK

Vorerörterungen

Die Stiftung Zukunft Berlin bereitet seit geraumer Zeit ein „Berlin-Forum“ vor, in dem Gesellschaft und Politik gemeinsam eine Zukunftsstrategie für Berlin entwickeln sollen. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Initiative von BUND, der Evangelischen Kirche, der Handwerkskammer Berlin, der IHK Berlin, dem Landessportbund Berlin, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin und ver.di. Alle Vorsitzenden der im Berliner Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien haben dem bereits 2016 zugestimmt und Ihre Teilnahme in Aussicht gestellt.

In insgesamt vier Veranstaltungen hat die Stiftung Zukunft Berlin nun gemeinsam mit Ihren Partnern das Berlin-Forum vorbereitet. Dazu wurden Thesen vorgestellt, die auf eine Zukunftsstrategie der Stadt hinführen könnten. Die Diskussion in den Vorbereitungsveranstaltungen sollten diese Thesen testen.

2. Mai 2018

Berlin ist eine wachsende Stadt. Mehr Wertschöpfung und attraktive Lebensbedingungen locken jedes Jahr zehntausende Menschen hierher. Damit der soziale Zusammenhalt in der Stadt erhalten bleibt, muss dieses Wachstum sorgfältig begleitet und gestaltet werden. Entscheidend ist, dass Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft den Herausforderungen gemeinsam begegnen und langfristige Perspektiven entwickeln. Konkret geht es um Aufgaben wie die Bewältigung des zunehmenden Fachkräftemangels, die Verbesserung der Wohnraumsituation, um Förderung von Integration und vieles mehr. Die Ergebnisse einer aktuell vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin in Auftrag gegebenen Forsa-Umfrage liefern dafür Ansatzpunkte.

Ellenbogen werden in allen sozialen Schichten ausgefahren: beim Kampf um Wohnraum, den Kitaplatz oder den nächsten freien Termin beim Bürgeramt. Gleichzeitig leisten Wirtschaftsunternehmen, die Sozialwirtschaft, der Sport und die Zivilgesellschaft einen erheblichen und oft freiwilligen Beitrag dafür, zentrale Werte in einer offenen und sozialen Gesellschaft aufrechtzuerhalten. Gemeinsam wollen wir mit Ihnen diskutieren, welche konkreten Aufgaben auf die unterschiedlichen Partner aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zukommen und was wir für den künftigen sozialen Zusammenhalt in unserer Stadt leisten können.

Die Gastgeber Jan Eder (IHK Berlin), Klaus Böger (Landessportbund Berlin) und Barbara John (Paritätischer Wohlfahrtsverband Berlin) laden daher zu einem Austausch ein. In diesem Rahmen sollen die Perspektiven der Teilnehmenden aus Wirtschaft, Freier Wohlfahrtspflege und Sport offen diskutiert werden. In der Veranstaltung wird durch den Einsatz innovativer Netzwerkformate wie z.B. „Barcamp“ auf die direkte Einbindung aller Anwesenden gesetzt.

Die Veranstaltung findet in Vorbereitung des von der Stiftung Zukunft Berlin initiierten „Berlin-Forum“ statt. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Initiative von BUND, der Evangelischen Kirche, der Handwerkskammer Berlin, der IHK Berlin, dem Landessportbund Berlin, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin und ver.di. Mit der Veranstaltung schließt die Reihe von vier öffentlichen „Vorerörterungen“, die mit breiter Beteiligung der Zivilgesellschaft das „Berlin-Forum“ inhaltlich untersetzen sollen.

Am 16. April findet von 17 bis 19 Uhr im Amt für kirchliche Dienste die dritte Veranstaltung statt, in der es um das beste Management für Berlin geht. Es ist an der Zeit, für Berlin ein Stadtmanagement zu entwickeln und umzusetzen, das den Erfordernissen und Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts – wie der Digitalisierung – gerecht wird, bei dem Verantwortung klar geregelt ist und bürgerschaftliches Engagement kein Störfaktor ist, vielmehr eine notwendige Voraussetzung erfolgreicher Verwaltung. Wie müsste eine moderne Verwaltung in der Hauptstadt Berlin aussehen?

Mitglieder der Arbeitsgruppe der Stiftung Zukunft Berlin wie Hartmut Bäumer, Wolfgang Branoner, Birgit Grundmann, Dirk Jordan und Stefan Richter werden in das Thema einführen. GastgeberInnen des Abends sind Markus Dröge (Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz), Jan Eder (IHK) und Susanne Stumpenhusen (ver.di).

Am 13. April findet von 17 bis 19 Uhr beim Landessportbund Berlin die zweite Veranstaltung statt, in der wir die These aufstellen, dass gerade Berlin mit seiner vielfältigen und aktiven Stadtgesellschaft die Chance hat, neue Formen und Formate einer gemeinsamen Arbeit für die Stadt zu diskutieren und umzusetzen. Wie kann Stadtpolitik anders und kooperativer gedacht werden und was bedeutet das konkret? Mit welchen zentralen oder dezentralen Formen der Mitarbeit kann bürgerschaftliche Mitverantwortung für möglichst viele zugänglich und attraktiv gemacht werden?

Mitglieder der Arbeitsgruppe der Stiftung Zukunft Berlin, wie Tilmann Heuser, Wolfgang Kaschuba, Urs Kohlbrenner und Cornelia Poczka werden einführen. Gastgeber des Abends sind neben Klaus Böger (LSB Berlin) Tilmann Heuser (BUND) und Stephan Schwarz (Handwerkskammer).

Hauptgegenstand des Abends wird die Diskussion der kurz vorgetragenen Thesen sein.

Am 9. März findet die erste Veranstaltung statt, in der wir die These aufstellen, dass Kunst, Kultur und Wissenschaft in Berlin die wichtigsten Treiber der städtischen Entwicklung sind: sowohl der individuellen wie der gesamtstädtischen, der ökonomischen wie der sozialen und gesellschaftlichen.

Ist das wahr? Wenn ja, was folgt daraus für diese Treiber? Welche Unterstützung
brauchen sie? Was sind in der Konsequenz ihre gesellschaftlichen Aufgaben?

Mitglieder der Arbeitsgruppe der Stiftung Zukunft Berlin (wie Wibke Behrens, Franziska Broer, Manfred Gentz, Andreas Richter, Günter Stock und Jürgen Zöllner) werden einführen. GastgeberInnen des Abends werden neben Susanne Stumpenhusen (ver.di Berlin-Brandenburg) Barbara John (Paritätischer Wohlfahrtsverband Berlin) und Stephan Schwarz (HWK Berlin) sein.

Hauptgegenstand des Abends wird die Diskussion der kurz vorgetragenen Thesen sein.

Tagesspiegel E-Magazin zum Berlin-Forum

Die während unserer vier Vorerörterungen entstandenen Diskussionsbeiträge, Herausforderungen und Lösungswege aller Veranstaltungssprecher wurden in diesem E-Magazin in Zusammenarbeit mit dem Tagesspiegel zusammengestellt.

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