Themen

Wir beginnen im April 2019 mit dem Berlin besonders betreffenden Thema eines „Stadtmanagements im 21. Jahrhundert“. Der Wunsch nach einem besseren und effektiveren Stadtmanagement ist in Berlin allgegenwärtig. Viele Vorschläge liegen auf dem Tisch. Es fehlt ein konsistentes, in die Zukunft hinein tragfähiges Konzept der Aufgaben, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten unter Einbeziehung von Politik, Verwaltung und Bürgerschaft. Ein Konzept mit hohem Anspruch, verbunden mit einer mittel- und langfristigen Umsetzungsstrategie.

Die Auswahl der weiteren Themen wie auch die Form ihrer Bearbeitung soll zukünftig beim Berlin-Forum selbst liegen. Aufgabe für uns Initiator*innen wird die fachliche und gesellschaftliche Vorbereitung der jeweiligen Themenarbeit sein. Mit drei Themen wollen wir die Arbeit beginnen:

Wir wollen erreichen, dass Berlin mit Organisationsstrukturen in die Zukunft geht, die den Möglichkeiten und Anforderungen, den Aufgaben des 21. Jahrhunderts gerecht werden. Es geht um mehr als den üblichen Streit um Verwaltungsregeln und wie sie behoben werden sollten. Auch muss zukünftig nicht alles von der öffentlichen Hand allein verantwortet werden. Berlin ist eine an gesellschaftlichen Initiativen reiche Stadt. Die Mitverantwortung der Bürgerinnen auf allen Ebenen muss sich die Stadt zu Nutze machen.

Die AG Stadt mit dem besten Management hat sich bereits Gedanken dazu gemacht.

Konkrete Anforderungen an ein modernes Stadtmanagement sollen mit einer Sachbereich-bezogenen Diskussion begonnen werden. Folgende Grundanforderungen, deren Auflistung sich auch verlängern ließe, sollten aber jeweils erfüllt sein:

  • Effiziente und bürgernahe Umsetzung politischer Entscheidungen
  • Analyse der Mitverantwortungs- und Mitwirkungsbeiträge aus der Bevölkerung
  • Ermöglichung der erforderlichen Mitwirkung der Bürger*innen auf allen Ebenen, Nutzung digitaler Ressourcen zur Effizienz- und Rationalitätssteigerung
  • Wahrnehmung von Verantwortung durch die Entscheidungsträger
  • Schaffung von Transparenz

Wir wollen Fragen stellen!

Welche neuen oder veränderten Ansprüche bestehen gegenüber den heutigen Angeboten der Verwaltung?

Welches sind unverzichtbare Dienstleistungen, die zwingend von der Verwaltung selbst erbracht werden müssen?

Wie kann zivilgesellschaftliche Expertise und konkrete Mitwirkung in welchen Bereichen stärker als bisher in das zukünftige Stadtmanagement einbezogen werden?

Welche aktuell vom Land Berlin einschließlich seiner Bezirke erbrachten Leistungen sind zukünftig entbehrlich oder können auch außerhalb der öffentlichen Verwaltung oder im Wege der Selbststeuerung durch die Betroffenen erbracht werden?

Beispielhafte Themen für die Diskussion im Berlin-Forum können der öffentliche Raum, Bildung oder Mobilität sein.

Wissenschaft und Kultur sind die wichtigsten Säulen für die städtische Entwicklung: der individuellen wie der gesamtstädtischen, der ökonomischen wie der sozialen und gesellschaftlichen.

Es braucht eine einfallsreiche Strategie des Einwirkens des Kulturellen in die alltägliche Praxis der Stadt hinein: in den Bereich der Bildung (der Schule ebenso wie der Erwachsenenbildung), in den Bereich der Stadtentwicklung, insbesondere der Entwicklung des öffentlichen Raums, aber auch der öffentlichen Bauten (mehr als „Kunst am Bau“).

In Berlin ist Kulturpolitik zugleich Wirtschafts-, Sozial- und Stadtentwicklungspolitik. Staatliche Förderung ist notwendig, um Stärken zu Exzellenz auszubauen und Schwächen abzubauen, dabei Vielfalt, Kreativität und Innovation nutzend.

Wissenschaft und Kultur müssen frei und selbstbestimmt, autonom in ihrer Praxis, in ihren Anlässen und Zielen sein. Sie sind zugleich (und gerade deshalb) die Grundlage für die städtische, die wirtschaftliche und soziale Zukunftsentwicklung der Stadt. Berlin braucht einen konstruktiven und selbstbestimmten Dialog zwischen Wissenschaft und Stadt.

Berlin ist die Stadt der Bürger*innen und eine Stadt für die Bürger*innen. Eine Stadt „durch“ ihre Bürger*innen. Die Mitverantwortung der Bürger*innen ist der beste Garant für die Qualität der städtischen Atmosphäre, der gebauten Stadt, des öffentlichen Raums und daraus folgend der Stimmung in der Stadt. Das gemeinsame Ringen (nicht die Durchsetzung von Einzelinteressen) um die bestmöglichen Antworten, getragen von eigenen Überzeugungen, aber auch der Respektierung anderer.

Berlin – Eine Stadtgesellschaft, die sich selbst aufstellt. Bürgerschaftliche Aktionen und Organisationen halten Berlins Stadtgesellschaft an einem Leben, in dem nicht nur die gehört werden und Beachtung finden, die sich ohnehin zu Wort melden. Eine Stadt, die es versteht, die Erfahrungen und Potenziale ihrer Bürger*innen auch für die Gemeinwohlziele zu nutzen. Eine Stadt, in der sich Politik und Verwaltung gegenüber diesem bürgerschaftlichen Potenzial öffnen. Eine Stadt, in der es eine gemeinsame Anstrengung zwischen den Bürger*innen und den politisch Verantwortlichen gibt.

Berlin – eine Stadt der Mitverantwortung der Bürger*innen. Dafür muss das Management der Stadt Ansatzpunkte entwickeln und sichern, damit Mitverantwortung der Bürger*innen in eine klar definierten Form bei der Vorbereitung der Entscheidungen ihren Platz hat.